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Immobilien in Paderborn, 578 Ergebnisse

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Von Krieg und Feuer zerstört und dennoch Wirtschaftsstandort
Paderborn viel jeweils 1000, 1058, 1133, 1165 und 1289 einer Feuersbrunst zum Opfer, die Stadtmauer, die von 1146 stammt, ist heute noch als Kernring sichtbar. Im Jahr 1254 findet die Ortschaft als Hansestadt Erwähnung, ein Rathaus 1279 im Rahmen eines Brot- und Biergerichts. Die Urbanität lag an der Via Regia Bremen-Frankfurt, einer der wichtigsten Handelswege vom Norden in den Süden, sodass es nicht verwunderlich ist, dass Paderborn sich zu einem Handelszentrum von so hoher Wertigkeit entwickelte, dass es Mitglied der Hanse wurde und 1295 auch urkundlich erwähnt ist. Aber nicht nur Brände erschütterten die Ortschaft, auch die Pest setzte den Bewohnern zu, sie dezimierte während der Regentschaft des Fürstbischofs von Steinfurt (Balduin,????-1362, 1341-1361 Bischof von Paderborn) die Anwohnerschaft deutlich. Die Bierbrauerei spielte in Paderborn offensichtlich eine große Rolle, denn von 1618 sind um die dreihundert brauende Bürger bekannt. Der nächste Bevölkerungsrückgang brachte der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), von den ehemals circa 5.400 Einwohnern um 1571 lebten 1648 nach sechzehn Belagerung gerade mal noch 500 in der Stadt. Der Zweite Weltkrieg (1939-1945) traf das gebeutelte Paderborn erneut stark, die Einwohnerzahl sank auf ungefähr neunundsechzig Prozent ab, fünfundachtzig Prozent der Gebäude waren zerstört. Heute ist Paderborn eine pulsierende Universitätsstadt, der nach der Ansiedlung verschiedener Großunternehmen auch ihre wirtschaftliche Bedeutung der Vergangenheit rückgewinnen konnte.

Der Innenstadtbereich von Paderborn war nach dem Zweiten Weltkrieg praktisch nicht mehr vorhanden, leider ließ die Stadtverwaltung die meisten noch stehenden Gebäude ebenfalls entfernen. Ganz im Sinne der Zeit sollte ein autogerechtes Zentrum entstehen, die Wohnbebauung praktisch und schnell zu erstellen sein - es entstand eine eher optische Katastrophe, die dazu der Stadt den Rest ihrer Identität weitestgehend raubte. Neben der Kernstadt besitzt Paderborn nach Gebietsreformen und Eingemeindungen acht Stadtteile, die im Uhrzeigersinn wie folgt an das Zentrum angrenzen: Schloss Neuhaus, Sand, Marienloh, Benhausen, Neuenbeken, Dahl, Wewer, und Elsen. Bei den ehemaligen Gemeinden handelt es sich um alte Ansiedlungen, die aber zum Teil leider auch nicht von den Bausünden der fünfziger bis siebziger Jahre vollständig verschont blieben. Hässliche Neubaugebiete entstanden, Altsubstanz wurde, statt die schönen Gebäude zu sanieren, entfernt.
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